Kinder und Jugendliche

In der Traumatherapie arbeite ich mit Kindern (ab Vor-Schulalter) und Jugendlichen, auf neuro- physiologischer  Grundlage.

"Dabei sind es nicht nur Gewalterfahrungen, sexueller Mißbrauch oder große Katastrophen, die ein Kind traumatisieren. Auch erschreckende medezinische Eingriffe, Stürze oder Verlusterfahrungen wie Scheidung oder Tod können tiefe Spuren hinterlassen, die Kinder jahrelang belasten..." (Dr. P. Levine).

Die Symptome eines traumatisierten Kindes können sich auf vielfältige Weise äußern. Manche Kinder klagen z.B. über Kopf-, oder Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung. Andere zeigen auffälliges Verhalten wie Übererregbarkeit oder Lethargie. Erhöhte Ängstlichkeit, aber auch eine gesteigerte Risikobereitschaft, Konzentrationsstörungen, Geräusch- empfindlichkeit oder Bettnässen können auf ein Trauma hindeuten.
Mit einer Kombination aus verschiedenen Methoden  der körperorientierten Traumatherapie unterstütze ich im therapeutisch angeleiteten Spiel den Heilungsprozess oder helfe, einer möglichen Traumatisierung z.B. bei bevorstehenden medizinischen Eingriffen  vorzubeugen. Im Spiel kann das belastende Ereignis "neu verhandelt" und zu einem guten Ende geführt werden.

Im Mittelpunkt der Therapie stehen immer die Ressourcenbildung und eine Stärkung der Selbstregulationsfähigkeit. Dadurch kann mehr Resilienz entstehen, was sich u.a. durch einen Zuwachs von Selbstkontrolle und Präsenz im Erleben auszeichnet. Dies führt dazu, dass sich die Symptome bessern oder auch ganz verschwinden können.

Die Arbeit mit den Eltern und/oder anderen wichtigen Bezugspersonen ist ein fester Bestandteil der Therapie. Dies kann in Form von Beratung, Begleitung und konkreter Anleitung geschehen. Sie erfahren mehr über Ihre eigene Reaktion und deren Wirkung auf Ihr Kind und lernen, wie Sie ein "sicheres Gefäß" für Ihr Kind seien können. Ein Anlaufpunkt, von dem aus Ihr Kind, z.B. durch die tröstende und heilenden Macht der klug gewählten Worte, sein Selbstvertrauen zurückgewinnen kann.

Neben den sogenannten posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) kann ich bei folgenden Störungsbilder therapeutisch, begleitend zu einer ärztlichen Behandlung tätig werden:

· Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache

· Störungen der Aufmerksamkeit, des Sozial- Verhaltens und der Emotionen

· Anpassungs-, Bindungs- und dissoziative Störungen

· Autismus, Mutismus

· AD(H)S